In Zeiten wirtschaftlicher
Unsicherheit und
Verknappung von Liquidität kommt der Innenfinanzierungskraft eines
Unternehmens erhöhte Bedeutung zu. Hierbei nimmt das Working Capital
Management eine zentrale Rolle ein. Studien zeigen das ungenutzte
Potenzial zur Senkung gebundenen Kapitals, welches zur Steigerung des
Erfolges genutzt werden kann. Einen zentralen Ansatzpunkt bilden
Maßnahmen der Logistik bspw. mit Auswirkungen auf das Umlaufvermögen.
Ziel
des Forschungsprojekts „Logistische Maßnahmen zur Working Capital
Optimierung im Maschinen- und Anlagenbau (WorC-Opt)“ ist daher die
Entwicklung einer Vorgehensweise zur strategie- und
kontextfaktorenabhängigen Optimierung des Working Capital unter
besonderer Berücksichtigung unternehmensinterner Zielkonflikte. So gilt
es, die konträren Vorstellungen verschiedener Akteure und Bereiche im
Unternehmen gegeneinander abzuwägen und aus Unternehmensgesamtsicht zu
optimieren. Ein in diesem Zusammenhang vielfach zitierter Konflikt
besteht bspw. zwischen Vertriebs- und Logistikbereichen, die jeweils
separat die Ziele „Lieferbereitschaft“ und „Bestandsreduzierung“
verfolgen und damit wesentlichen Einfluss auf das Working Capital
nehmen.
Hierfür werden sowohl Instrumente als auch
Change Management Ansätze benötigt, um Ziel- und Bereichskonflikte im
Rahmen der Optimierung abzubilden und zu handhaben. Zur Erreichung der
Working Capital Optimierung sollen die Wirkungen von Maßnahmen der
Logistik auf das Working Capital bewertet und priorisiert werden.
Das IGF-Vorhaben 17190 der Forschungsvereinigung Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik e.V. - GVB, Wiesenweg 2, 93352 Rohr wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.