Outsourcing ist kein neues Phänomen, zumindest nicht für große Unternehmen und internationale Konzerne. In
Wissenschaft und Praxis wird Outsourcing ebenfalls seit vielen Jahren intensiv diskutiert. Bei kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) hat sich Outsourcing jedoch noch nicht in diesem Maße durchgesetzt. Dafür mag es viele Gründe geben.
Ein Grund liegt sicherlich darin, dass es KMU tendenziell schwerer fällt, bestimmte Bereiche aus ihrer Verantwortung
zu geben. Auch hat sich das Angebot der IT-Dienstleister erst in den letzten Jahren zusehends in die Richtung von KMU
gewandelt.
Das Forschungsprojekt „IT-Strategy Maps – finanzielle und nicht-finanzielle Bewertung von IT-Outsourcing-Entscheidungen“
hat deshalb zum Ziel, KMU den Weg zum Outsourcing zu ebnen. Ziel der Forschungsaktivitäten ist daher der konzeptionelle
Aufbau von Strategy Maps zur umfassenden Bewertung eines IT-Outsourcing mit Hilfe von Ursache-Wirkungsbeziehungen.
Die Umsetzung soll am Beispiel des Maschinenbaus erfolgen, um davon ausgehend auch auf andere Branchen ausgedehnt
werden zu können. Unter der Bezeichnung "Strategy Map" sollen in diesem Kontext zwei wesentliche Merkmale
verstanden werden:
Die Kombination dieser beiden Bestandteile in einem Verfahren ermöglicht eine betriebswirtschaftlich fundierte Beurteilung des IT-Outsourcing von industriellen Unternehmen. Neben finanziellen Argumenten können so auch nicht-finanzielle Entscheidungsgrundlagen in einer transparenten Systematik zur Entscheidungsunterstützung herangezogen werden. Dies eröffnet die Möglichkeit einer umfassenden Beurteilung über den rein monetären Fokus der klassischen Investitionsrechenverfahren hinaus.