Die logistische Wandlungsfähigkeit von Lieferketten ist in dynamischen Märkten eine Überlebensfrage. Sie
ermöglicht es Unternehmen, rasch auf dynamische Veränderungen des Marktes hinsichtlich Lieferzeit, Termintreue,
Mengen, Produktvarianten und Lieferumfang reagieren zu können. Dabei gibt es für Unternehmen bisher kaum
Anhaltspunkte, wie die Wandlungsfähigkeit von Lieferketten gestaltet werden kann und welchen Wert diese
erhöhte Wandlungsfähigkeit für das Unternehmen hat.
Im Rahmen des von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) mit
Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte und von der Bundesvereinigung
Logistik e.V. (BVL) betreuten Forschungsprojektes „LogWF - Logistische Wandlungsfähigkeit von Lieferketten als Beitrag zur
Unternehmenswertsteigerung“ wurde eine Methode zur Verbesserung der logistischen Wandlungsfähigkeit der
Lieferketten von kleinen und mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung der Unternehmenswertsteigerung
entwickelt.
Die entwickelte Methode besteht aus fünf Modulen: Zunächst wird der Wandlungsfähigkeitsbedarf der Lieferketten
analysiert um aufbauend darauf konkrete Handlungsfelder zur Verbesserung der Wandlungsfähigkeit ableiten zu können.
Diese Handlungsfelder werden über Maßnahmen bis auf die Ebene einzelner Gestaltungsobjekte konkretisiert.
Anschließend erfolgt eine Bewertung dieser Maßnahmen, indem neben einer
Kosten-Nutzen-Analyse der Beitrag dieser Wandlungsfähigkeit zum Unternehmenswert berechnet wird.
Abschließend kann über ein Monitoring-Tool der konkrete Wandlungsbedarf der Lieferketten überwacht werden.
Das Projekt endete am 31.07.2008. Der Excel-basierte Demonstrator, welcher die Umsetzung der Methode unterstützt,
sowie der Handlungsleitfaden können auf www.logwandlungsfähigkeit.de angefordert werden.