Um am Markt Wettbewerbsvorteile zu erzielen und zu bewahren, sind produzierende Unternehmen in Deutschland
gezwungen, ihre Innovationstätigkeit zu forcieren und zu beschleunigen. Die Flexibilität und Schnelligkeit
der Produktion, insbesondere des Produktionsanlaufs ("Time-to-Market"), gerät dabei zunehmend in den Fokus der
Betrachtung. Generell fehlt es den Unternehmen – vor allem den kmU – an einer geeigneten methodischen Unterstützung
und entsprechenden Standards, um einen schnellen, wirtschaftlichen und beherrschten Serienanlauf durchzuführen.
Die Zielsetzung des Forschungsprojektes bestand daher in einer logistik- und kostengerechten Gestaltung von
Produktionsanläufen. Vor allem unternehmensübergreifende Produktionsanläufe galt es zu verkürzen und dabei
hinsichtlich der logistischen Qualität, des Aufwands und der Kosten sicher zu beherrschen. Hierzu wurde im
Projektverlauf ein Anlaufreferenzmodell (ARM) entwickelt, mit dem zuvor identifizierte unterschiedliche
Anlauftypen entlang der Wertschöpfungskette (bestehend aus Zulieferer, Ausrüster, Hersteller des anlaufenden
Produktes und Kunden) geplant, konfiguriert und gestaltet werden können.
Im Projekt wurde das Anlaufreferenzmodell (ARM) entwickelt. Das Referenzmodell charakterisiert unterschiedliche
Anlauftypen und deren spezifische Prozesse und ermöglicht die situationsabhängige Planung von Anläufen entlang
der Wertschöpfungskette. Das Modell nimmt Kriterien auf, nimmt eine Zuordnung zu einem Anlauftyp zu und gibt
dafür relevante Prozesse und ungefähre Dauern aus.
Die Projektergebnisse im einzelnen sind: