Aus
der Pflicht zur Versorgung von Primärprodukten mit Ersatzteilen
resultiert für produzierende Unternehmen die Notwendigkeit zur
Sicherstellung der Ersatzteilverfügbarkeit.
Voraussetzung hierfür ist
die Erstellung von Ersatzteil-Bedarfsprognosen. Hierzu existieren
zahlreiche komplexe Verfahren, welche hohe Datenmengen und -güten
verlangen. Trotzdem erfolgt die Ersatzteil-Bedarfsprognose in der
Praxis aufgrund der häufig unzureichenden Datenlage letztlich oft
intuitiv und ist stark subjektiv geprägt; das vorhandene Wissen zur
Abschätzung der Ersatzteilbedarfe ist nicht expliziert. Zudem erfolgt
die Bedarfsermittlung häufig rein vergangenheitsorientiert,
Entwicklungen werden nur zeitverzögert nachgezeichnet.
In
der Forschung existieren Ansätze zur Erstellung von
Ersatzteil-Bedarfsprognosen mit hoher Prognosegüte, allerdings sind
diese ersatzteilspezifisch und verlangen eine hohe Datenmenge und
-qualität. Für kmU ist es aufgrund von Kapazitätsrestriktionen
unmöglich, bei mehreren Tausend zu betreuenden Ersatzteilen , auch nur
für einen Bruchteil solch spezifische Prognoseverfahren anzuwenden.
Vielmehr ist es erforderlich, einfache Vorgehensweisen zur Verfügung zu
stellen, welche mit geringem Aufwand hinreichend genaue Lösungen
liefern (Heuristiken).
Ziel des Projekts
ist daher die Entwicklung einer Vorgehensweise zur Erstellung
heuristikbasierter Ersatzteilbedarfsprognosen unter Nutzung des
organisationalen Wissens.
Das IGF-Vorhaben 17224 N / 1 der
Forschungsvereinigung Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und
Logistik e.V. - GVB, Wiesenweg 2, 93352 Rohr wird über die AiF im
Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen
Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen
Bundestages gefördert.