Der Bedarf an Ersatzteilen ist oft schwer planbar und hängt nur mittelbar von der Zahl der verkauften
Primärprodukte ab. Häufig können die Potenziale des After-Sales nicht voll genutzt werden. Nötig hierfür ist
eine ganzheitliche Betrachtung der möglichen Strategien zur Ersatzteilbedarfsdeckung, welche neben Einnahmen
und Ausgaben auch Chancen und Risiken sowie nicht-monetäre Nutzeneffekte umfasst.
Ziel des von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) mit
Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte und von der Bundesvereinigung
Logistik e.V. (BVL) betreute Forschungsprojekts GET - Geregelte Ersatzteil-Bedarfsdeckungs-Strategien ist die
Erstellung einer aufwandsarmen Überprüfungsmethode für Unternehmen zur Auswahl und kontinuierlichen Anpassung
von Ersatzteil-Bedarfsdeckungs-Strategien.
Durch Vergleich der verschiedenen Strategien, auf Basis ganzheitlicher Leistungsprofile, kann für jedes Ersatzteil
in jeder Lebenszyklusphase des Primärproduktes eine geeignete Bedarfsdeckungs-Strategie ausgewählt werden.
Dipl.-Kffr. techn.
Caroline Rosentritt