Das Projekt

SmartBuilding - Entwicklung eines Vorgehens zur Erschließung des Geschäftsfelds Smart Building für Bürogebäude für die Hersteller von technischer Gebäudeausrüstung

Ausgangssituation

Der ungebrochene Trend zur Ressourceneffizienz sowie eine sich dynamisch entwickelnde Informations- und Kommunikationstechnologie führen in dem Bereich der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) zu massiven Umwälzungen. Sensoren generieren bereits heute große Datenmengen, die den Anbietern von Gebäudeautomation, Heizung-, Klima- und Lüftungstechnik zur Verfügung stehen. Die Nutzung dieser Daten im Rahmen von datenbasierten Dienstleistungen bietet für Unternehmen und insbesondere für KMU ein großes Potenzial. Die unter anderem durch Sensoren generierten Daten zum Energieverbrauch und zum Zustand der Gebäudetechnik werden von KMU jedoch nicht genutzt.

Problemstellung

Um die generierten Daten zu Nutzen, müssen sich Unternehmen neu orientieren und das Geschäftsfeld datenbasierte Dienstleistungen für Smart Buildings aufbauen. Dabei durchlaufen die Unternehmen einen Transformationsprozess, der durch maßgebliche Herausforderungen gekennzeichnet ist. So stoßen die potenziellen Anbieter der datenbasierten Dienstleistungen während des Wandels auf eine dynamische Unternehmensumwelt. Wechselnde Kundenbedürfnisse, schnell reagierende Wettbewerber und sich rasant wandelnde Technologien sind nur einige der Faktoren, die auf die Unternehmen wirken. Diese Herausforderungen gilt es durch geeignete Instrumente zu adressieren und das neue Geschäftsfeld datenbasierter Dienstleistungen gezielt aufzubauen.

Forschungsziel

Forschungsziel ist es, die Hersteller (KMU) von TGA zum Aufbau und zur Steuerung des Geschäftsfelds Smart Building zu befähigen. Das Forschungsziel gliedert sich in nachfolgende Teilziele:

  • Analyse und Beschreibung des Geschäftsfelds Smart Building (Arten und Bedarfe datenbasierter Dienstleistungen, Konkurrenzstruktur).
  • Ermittlung der Kompetenzen, über die Hersteller (KMU) von TGA verfügen müssen.
  • Identifikation von Barrieren des Transformationsprozesses sowie Ableiten von Handlungsmaßnahmen zur Beherrschung der Barrieren.
  • Entwicklung einer agilen Projektmanagementmethode zur Steuerung und Kontrolle des Transformationsprozesses.
  • Entwicklung eines Steuerungsinstruments zum Ausbau und Erhalt von Erfolgspotentialen des Geschäftsfelds Smart Building.
  • Aufwandsarme und erprobte Anwendung des Software-Demonstrators.
Vorgehensweise im Projekt 

Partner

IPRI Institute - gemeinnützige GmbH

Königstraße 5
70173 Stuttgart

FIR e. V. an der RWTH Aachen

Campus-Boulevard 55
52074 Aachen

BTGA e.V.

Hinter Hoben 149
53129 Bonn

CIBEK technology + trading GmbH

Mühlweg 54
67117 Limburgerhof

formitas GmbH

Campusboulevard 57
52074 Aachen


Helmut Herbert GmbH & Co

Robert-Bosch-Str. 24
64625 Bensheim


Julius Gaiser GmbH & Co. KG

Blaubeurer Straße 86
89077 Ulm


MeteoViva GmbH

Karl-Heinz-Beckurts-Straße 13
52428 Jülich


Systemtechnik Lau GmbH

Bloherfelderstr. 212D
26129 Oldenburg


Tellur GmbH

Zettachring 2A
70567 Stuttgart

tsbc - the smartbuilding company

An den Kolonaten 41a
26160 Bad Zwischenahn

visago Systems & Controls GmbH & Co. KG

Neuwiesenstraße 20
73235 Weilheim an der Teck


Ulrich Müller GmbH

Am Schneiderlessee 1
74638 Waldenburg

VITEC Imago GmbH

Lise-Meitner-Straße 1
55129 Mainz


Ingenieurgesellschaft für Gebäudeautomation mbH

Wehler Weg 14
31785 Hameln

Veranstaltungen

25. Oktober 2016

Treffen des projektbegleitenden Ausschusses in Frankfurt/Main.

13. Juli 2016

Treffen des projektbegleitenden Ausschusses am IPRI in Stuttgart.

09. Dezember 2015

Kick-off Treffen des projektbegleitenden Ausschusses in den Veranstaltungs-
räumen des Aachen Campus Cluster Smart Logistik

Publikationen

Kontakt

Christoph Bayrle

M.Sc.

Geschäftsführer
Leiter Business Development
IPRI - International Performance Research Institute GmbH
Königstraße 5 | 70173 Stuttgart

+49 (0)711 620 32 68 - 8029

cbayrle@ipri-institute.com

Boris Alexander Feige

M.Sc.

Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e. V. an der RWTH Aachen
Campus-Boulevard 55
52074 Aachen

+49 (0)241 47705 - 310

boris.feige@fir.rwth-aachen.de

Laufzeit

Oktober 2015 - September 2017

Transfer

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Aus unserer praxisnahen Forschungsarbeit entstehen Methoden und Verfahren, die
auch Sie in Ihrem Leistungs-
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Blog

02.11.2016 SmartBuilding – Bewertungsvorgehen zur Ermittlung des Potenzials der Transformation

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Im Sinne der Geschäftsfeld-Transformation hin zum Geschäftsfeld Smart Building ist es wichtig, das Potenzial dieser Transformation
abzuschätzen, bevor diese in die Wege geleitet wird. Hierbei geht es um eine Potenzialermittlung und nicht um die Ermittlung exakter Werte.


Vielmehr sollen verschiedene Szenarien und Werte angenommen und getestet werden. So stellt sich für die Unternehmen die Frage: „Kann ich mit der Transformation hin zum Geschäftsfeld Smart Building Gewinne erzielen?“ Hierfür wird die Extended Performance Analysis (Rusch et al. 2016; Seiter et al. 2016)¹ für die Anwendung in Kombination mit dem Geschäftsmodell-Muster Smart Building adaptiert. Daraus ergibt sich das nachfolgende Bewertungsvorgehen:


Abbildung 1: Bewertungsvorgehen zur Ermittlung des Potenzials der Transformation


Für weitere Informationen können Sie uns gerne kontaktieren.



¹ Rusch, Marc; Treusch, Oliver; David, Ute; Seiter, Mischa (2016): Industrie 4.0 - Controllers Aufgaben. Ansatz zur Umsetzung von Industrie 4.0 in der betrieblichen Praxis. In: Controller Magazin 41 (3), S. 70–79.

² Seiter, Mischa; Bayrle, Christoph; Berlin, Sebastian; David, Ute; Rusch, Marc; Treusch, Oliver (2016): Roadmap Industrie 4.0. Ihr Weg zur erfolgreichen Umsetzung von Industrie 4.0.Hamburg: tredition.

30.09.2016 SmartBuilding – Smart Building Competence Screening

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Das Smart Building Competence Screening beschreibt zum einen das Vorgehen, wie TGA die für die Einführung einer datenbasierten
Dienstleistung notwendigen Kompetenzen ermitteln können und zum anderen den daraus resultierenden Katalog bestehend aus den verschiedenen Competence Screens für die einzelnen identifizierten datenbasierten Dienstleistungen.


Für die theoretische Basis des „Smart Building Competence Screening“ wird das am IPRI entwickelte Competence Screening nach Rusch und David (2015)¹ verwendet. Das Competence Screening dient der fünfstufigen Identifikation von Kompetenzen innerhalb von Dienstleistungsprozessen in Bezug auf den demografischen Wandel: Im ersten Schritt wird der Ist-Prozess visualisiert, danach werden in einem zweiten Schritt einzelne Prozessschritte zu Aktionen aggregiert. Eine Aktion ist eine Kombination von Prozessschritten, die nicht separat durchgeführt werden. Im dritten Schritt werden die Kompetenzbereiche definiert, die für die Durchführung der Aktionen notwendig sind. Der vierte Schritt dient danach der Zuordnung der einzelnen Aktionen zu den entsprechenden Kompetenzen. Danach werden in einem fünften Schritt demografische Anforderungen an die einzelnen Aktionen analysiert.


Abbildung 1: Smart Building Competence Screening


Aufgrund der Verbindung von datenbasierten Dienstleistungen, also Smart Services und dem Konzept der Plattformen wird jedoch nicht der Prozess als Grundlage der Analyse verwendet, sondern die Darstellungsform des Digital Frameworks. Zudem werden spezifische Business Analytics Kompetenzen herangezogen. Somit ergibt sich folgendes Vorgehen:

1. Darstellung der datenbasierten Dienstleistung mit Hilfe des digitalen Frameworks.

2. Aggregation der verschiedenen Elemente des digitalen Frameworks zu Aktionen in Bezug auf die Bereitstellung der datenbasierten Dienstleistung.

3. Heranziehen der Business Analytics-Kompetenzen und Zuordnung zu den einzelnen Aktionen.

4. Gap-Analyse bezüglich der Business Analytics-Kompetenzen und Maßnahmenfestlegung.
Als Ergebnis erhält der TGA einen Competence Screen mit allen notwendigen Informationen bezüglich der Umsetzung der datenbasierten Dienstleistung. Für weitere Informationen können Sie uns gerne kontaktieren.



¹ Rusch, Marc; David, Ute (2015): Competence Screening. Introducing a Concept for Competence Management in Service Divisions. In: Jon Sundbo, Lars Fuglsang, Sorensen Flemming und Nanna Balsby (Hg.): Proceedings. The 25th Annual RESER Conference. "Innovative Services in the 21st Century". Kopenhagen, S. 1328–1336.

18.05.2016 SmartBuilding – Katalog „Datenbasierte Dienstleistungen“

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Ein weiteres Ergebnis der bisherigen Projektarbeit ist der Katalog „Datenbasierte Dienstleistungen“. Dieser dient Unternehmen der tech-
nischen Gebäudeausrüstung zur Identifikation möglicher Smart Services für ihre unternehmensindividuelle Ausgestaltung des Geschäftsfelds „Smart Building“.


Basierend auf der Systematisierung der nachfolgenden Abbildung 1 wurden für jeden Bereich die möglichen datenbasierten Dienstleistungen recherchiert und in Experteninterviews validiert.


Abbildung 1: Systematisierung der datenbasierten Dienstleistungen


Daraus ergab sich ein Katalog, dessen Inhalte in Abbildung 2 zusammengefasst werden. Hierbei muss noch erwähnt werden, dass datenbasierte Dienstleistungen aus den Bereichen prädiktive sowie präskriptive Analyse auch in einer vereinfachteren Version im Bereich der deskriptiven Analyse anzutreffen sind. Die Einordnung soll hierbei die Möglichkeiten der jeweiligen datenbasierten Dienstleistung verdeutlichen.


Abbildung 2: Katalog "Datenbasierte Dienstleistungen"



¹ Seiter, M. (2013): Industrielle Dienstleistungen. Wie produzierende Unternehmen ihr Dienstleistungsgeschäft aufbauen und steuern. Wiesbaden: Springer Gabler. S.22&45ff.


² Porter, M.E.; Heppelmann, J.E. (2015): Wie Smarte Produkte Unternehmen verändern. In: Harvard Business Manager (Dezember), S. 52-73. (S.59); KPMG; BITKOM (Hg.) (2015): Mit Daten Werte schaffen. Report 2015

07.04.2016 SmartBuilding – Beschreibung des Geschäftsfelds „Smart Building“

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Als ein erstes Ergebnis wurde im Projekt SmartBuilding eine Beschreibung des Geschäftsfelds „Smart Building“ vorgenommen. Hierfür wurde mit Hilfe einer Literaturrecherche, Workshops sowie Expertengespräche ein Basismuster für das Geschäftsfeld „Smart Building“ erarbeitet.


Dieses Basismuster wird mit Hilfe des Business Model Canvas¹ beschrieben. Die einzelnen Aspekte innerhalb der Bausteine des Geschäftsfelds dienen der Orientierung für die unternehmensindividuelle Ausarbeitung. Unternehmensindividuell bedeutet aber auch, dass diese Übersicht nicht vollständig sein kann. Folglich können je nach Akteur Aspekte gestrichen oder hinzugefügt werden.

Abbildung: Basismuster des Geschäftsfelds "Smart Building" unter zur Hilfenahme des Business Model Canvas nach Osterwalder et al. (2011)


Die aus diesem Basismuster erarbeitete unternehmensindividuelle Ausgestaltung des Geschäftsfelds „Smart Building“ dient der Beschreibung des Ist-Zustands der derzeitigen Geschäftstätigkeit. So kann mit dem Einbezug von visionären Aspekten entscheiden werden, welche datenbasierten Dienstleistungen in Zukunft dem Kunden angeboten werden sollen. Hierzu wird ein weiteres Ergebnis des Projekts, der Katalog „Datenbasierte Dienstleistungen“ benötigt.



¹Osterwalder, Alexander; Pigneur, Yves; Wegberg, J. T. A (2011): Business Model Generation. Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer ; [entwickelt in Zusammenarbeit mit 470 überwältigenden Profis aus 45 Ländern]. Frankfurt am Main [u.a.]: Campus Verlag.

22.01.2016 SmartBuilding - Gemeinsame Arbeitsdefinition für das Projekt

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Am 09. Dezember 2015 traf sich der projektbegleitende Ausschuss des Projekts SmartBuilding zum ersten Mal am FIR an der RWTH Aachen. Für das weitere Projektvorgehen wurde dabei folgende Arbeitsdefinition erarbeitet:

„Unter einem Smart Building verstehen wir ein Bürogebäude das aktiv gesteuert, deren physische wie digitale Infrastruktur vollständig integriert und dessen Nutzung in Bezug auf Zuverlässigkeit, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit optimal gestaltet ist.“¹


Für einen schnellen Überblick über alle Facetten eines Smart Building wurde die nachfolgende Grafik entworfen:

Wenn Sie noch am Projekt teilnehmen möchten, oder Fragen haben können Sie sich jederzeit bei uns melden. Die Kontaktdaten finden Sie auf dieser Homepage.


¹Angelehnt an IBM (2012): Smarter Buildings – A smarter way to manage real estate and facilities. Presentation for SlideShare. Folie 7. 2012

IPRI

Unsere Institutsleitung

Mischa Seiter ist Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wertschöpfungs- und Netzwerkmanagement (W3) an der Universität Ulm und Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des IPRI.


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Das International Performance Research Institute (IPRI) ist ein gemeinnütziges Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre.


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